Der Bau des Tesla-Werks in Grünheide schreitet voran. Politiker und die IG Metall fragen sich, wie es der Konzern mit den Arbeitnehmerrechten hält, so Gabi Gassner, vorsitzend der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft im Kreisverband Spandau.

Politiker von CDU und SPD sowie die IG Metall haben Tesla-Chef Elon Musk mit Blick auf sein geplantes Elektroautowerk in Grünheide bei Berlin vor der Aushebelung von Arbeitnehmerrechten gewarnt.

Gewerkschaftschef Jörg Hofmann fürchtet, dass Tesla womöglich eine Europäische Aktiengesellschaft (SE) gegründet habe, um die deutsche Mitbestimmung zu umgehen, die in der SE nicht vorgeschrieben sei. „Wir werden sehen, wie sich das konkret gestaltet“, sagte Hofmann der „Zeit“. Und dann gebe es noch die Frage, ob Tesla-Chef Elon Musk „die Löhne tarifvertraglich regelt oder nach Gutsherrenart“.

Auch die Arbeitnehmerflügel von CDU und SPD bringen sich bereits in Stellung. „Tesla darf nicht zu einem zweiten Amazon in Deutschland werden“, sagte der Bundesvize des CDU-Sozialflügels (CDA), Christian Bäumler, dem Handelsblatt. „Wenn Elon Musk die deutsche Mitbestimmung und das System der Tarifverträge nicht akzeptieren sollte, schadet er dem sozialen Frieden in Deutschland.“

Gabi Gassner abschließend: „Musk muss sich darüber im Klaren sein, dass das Werk in Grünheide eine Leuchtturmfunktion hat und unter besonderer Beobachtung steht. Auch ein amerikanischer Konzern sei an das deutsche Mitbestimmungsrecht gebunden und muss einen Betriebsrat zulassen.

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