CDA aktiv vor Ort

Der eindrucksvolle Protest von Beschäftigten, Bürgerinnen und Bürgern sowie der Politik

Es braucht mehr Soziale Ordnung

Nas Daily, der israelische Youtube-Produzent, hatte recht. Der deutsche Sozialstaat hat in dieser Krise unvergleichliches geleistet. In einer historischen Ausnahmesituation hat er Millionen Menschen abgesichert. Doch diese Krise hat nicht nur die unverwechselbaren Stärken der Sozialen Marktwirtschaft gezeigt, sie hat auch ihre brüchigen Stellen offenbart.

Lieferketten unter Druck

Corona zeigt auch schonungslos die Verwundbarkeit einer globalisierten Welt. Noch bevor am 27. Januar der erste offizielle Corona-Fall in Deutschland bekannt wurde, spürten einige Unternehmen die Folgen der Pandemie. Die chinesischen Quarantänemaßnahmen führten zum Produktionsstillstand in vielen Regionen. Die Folge: Zulieferer gerieten in Lieferschwierigkeiten, so Gabi Gassner, Vorsitzende der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft im Kreisverband Spandau.

Kleiner Lohn = kleine Absicherung

Doch alle Probleme werden auch mit der Einbeziehung in die Sozialversicherungen nicht gelöst. Die Leistungen der Sozialversicherungen hängen von der Lohnhöhe ab so Gabi Gassner, Vorsitzende der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft im Kreisverband Spandau. Bei einem Niedriglohnsektor, der mittlerweile rund neun Millionen Beschäftigte umfasst, ist das ein Problem.

Sicherheit gibt’s erst ab 451 Euro

Auch beim Mini-Job erwies sich die Sonderrolle im Arbeits- und Sozialrecht während Corona als wenig hilfreich, so Gabi Gassner, Vorsitzende der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft im Kreisverband Spandau.

Schwarzen Schafen das Leben schwerer machen

Die eine Wahrheit ist, dass sich viele Selbständige zu Kleinsthonoraren verdingen und deshalb mehr Schutz brauchen so Gabi Gassner, Vorsitzende der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft im Kreisverband Spandau. Die zweite Wahrheit ist, dass die Selbständigkeit für einige Unternehmer ein willkommenes Vehikel geworden ist, sich der Verantwortung für ihre Belegschaft zu entziehen. Sie erbringen selbst Kerntätigkeiten ihres Geschäftsmodells nicht mehr mit festangestellten Mitarbeitern, sonde

Ausbildungsstellen fördern

Ein besonderes Augenmerk muss auch auf die Situation am Ausbildungsmarkt gelegt werden. Gernot Nahrung, Vorsitzender der JCDA, drückt es klar aus: „Wir müssen einen Corona-Jahrgang verhindern!“ Die Folgen der Pandemie sind derzeit noch nicht absehbar, aber es zeichnen sich bereits erste beunruhigende Trends ab: Die IHK meldete zu Ende März einen Rückgang neueingetragener Ausbildungsverhältnisse um minus 11,3 Prozent.

Schwierige Lage auf dem Arbeitsmarkt

Vor allem in der Arbeitsmarktpolitik muss der Blick nun auf die mittelbaren Folgen der Krise gerichtet werden. Für Daniel Terzenbach, Mitglied des Vorstandes der Bundesagentur für Arbeit, muss es vor allem darum gehen, „eine neue Sockelarbeitslosigkeit zu verhindern und die Gruppen, die man in den letzten Jahren erfolgreich in den Arbeitsmarkt integriert hat, nicht in die Langzeitarbeitslosigkeit zu verlieren“.

Den Motor zum Laufen bringen

Das beherzte Eingreifen des Sozialstaats hat Wirtschaft und Gesellschaft auf dem Höhepunkt der Pandemie stabilisiert so Gabi Gassner, Vorsitzende der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft im Kreisverband Spandau. Doch auf Dauer kann der Staat die Wirtschaftsleistung nicht ersetzen.

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