Die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) fordert die Arbeitgeberverbände insbesondere die Caritas auf, einen bundesweit geltenden Tarifvertrag für die Altenpflege abzuschließen.

Die CDA Spandau fordert die Tarifpartner in der Pflegebranche auf, sich auf einen Tarifvertrag zu einigen. Die Arbeitgeberseite wird aufgefordert, die Blockadehaltung zu beenden. Angesichts von schlechter Bezahlung und akuter Personalknappheit in diesem wichtigen Bereich geht das gar nicht!!!

Die Caritas lehnt einen bundesweit geltenden Tarifvertrag für die Altenpflege ab.
Damit wird die große Chance vertan, die Arbeit im so wichtigen und systemrelevanten Bereich wie der Pflege nachhaltig aufzuwerten.

Gemeinsam mit DGB und ver.di kritisieren wir diese Entscheidung der Caritas scharf.
„Das ist ein bitterer Tag für die Beschäftigten in der Pflege“, kritisiert Gabi Gasser, Vorsitzende der CDA Spandau das Votum der Caritas. Der christliche Wohlfahrtsverband lehnt eine Allgemeinverbindlichkeitserklärung des von ver.di und der Bundesvereinigung der Arbeitgeber (BVAP) ausgehandelten Tarifvertrags für die Altenpflege ab. „Damit ist heute die große Chance vertan worden, die Arbeit in der Pflege nachhaltig aufzuwerten.“ Insbesondere in Zeiten der Corona-Pandemie, in denen Pflegekräfte unter extremsten Bedingungen nicht zuletzt ihre eigene Gesundheit und die ihrer Familien riskieren, sei das ein schlechtes Signal für all diejenigen, die man im Beruf halten will und künftig für diesen Beruf begeistern möchte, sagt Gabi Gassner.

Wir kritisieren die Ablehnung eines bundesweiten Tarifvertrages für die Altenpflege durch die Caritas scharf. „Die Caritas handelt mit dieser Entscheidung in krassem Widerspruch zu ihren eigenen Werten, wenn es um gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Bedeutung sozialer Dienste geht.
Verlierer sind die Beschäftigten in der Altenpflege, denen u.a. auch im Hinblick auf diese belastende Zeit, unsere Solidarität gelten muss.

Auch hier zeigt sich wieder, dass Ideologie Humanität schlägt. Das ist ein trauriger Tag für die Altenpflege. Die Beschäftigten leisten gerade auch in der Corona-Krise Außerordentliches. Mit Klatschen allein ist den Beschäftigten nicht geholfen, so Gabi Gassner.
"Es ist unverantwortlich, wie einige Arbeitgeberfunktionäre mit aller Macht verhindern wollen, dass Ausbeutung in der Altenpflege beendet wird. Sie ignorieren das Problem des Personalnotstandes in diesem gesellschaftlich so relevanten Arbeitsfeld der Daseinsvorsorge", sagt Gabi Gassner Kreisvorsitzende der christlich-demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) im Kreisverband Spandau, zu den Angriffen.

Unser Ziel ist es, dass der Tarifvertrag nach dem Arbeitnehmerentsendegesetz im August 2021 auf die gesamte Branche erstreckt wird. Tritt der Tarifvertrag in Kraft, bekäme eine Pflegefachkraft ab 1. Juni 2023 einen Stundenlohn von mindestens 18,75 Euro.

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